Brettspiele: Agricola, erste Impressionen

27 Juni 2008

Brettspiele Agricola, das Cover
Gerstern erhielt ich von dem Brettspiele-Laden meines Vertrauens eine e-mail, dass die 2. Auflage von Agricola endlich verfügbar sei. Ich habe das Spiel noch nie vorher gespielt und habe erst von seiner Brettspiele-Existenz erfahren, als es den Sonderpreis „Komplexes Spiel“ von den „Spiel des Jahres“ Kritikern bekommen hat. Aber es hat mich sofort fasziniert.

Brettspiele Agricola, Inhalt

Gestern war es dann soweit. Ich habe Agricola abgeholt und bin damit gleich zu Freunden gefahren um es auszuprobieren. Zuerst dachte ich ja, dass der Preis von 40€ ziemlich happig sei. Aber als ich den Karton aufgemacht hab, und den Inhalt gesehen habe, ist der Preis mehr als gerechtfertigt. Die vielen Teile und Karten…. Dieses Spiel war eines der wenigen Brettspiele, was mich sofort gereizt hat.

Als ich nun die Brettspiele-Anleitung aufschlug habe ich erst einmal einen kleinen Schock bekommen, denn ich wollte keine langen Stunden mit Lesen verbringen. Aber das hat sich zum Glück erledigt. Hervorragend finde ich, dass man mit einer einfachen Variante anfangen kann zu spielen, die Familien-Variante. Super Idee um das Spiel kennenzulernen. Und der Grundmechanismus ist wirklich nicht schwer. Seine Personensteine setzen, Aktionen durchführen, fertig.

Mit den Freunden gestern haben wir nun erst die Familienvariante gespielt, und das hat richtig Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf die nächste Runde, dieses Mal mit allem Drum-und-dran!

Brettspiele: Agricola auf Youtube!

Und für alle die es hassen Brettspiele-Anleitungen durchzulesen hier ein Youtube Video, wo sich jemand die Mühe gemacht hat es zu erklären (auf Englisch):


Brettspiele: Turn und Taxis, Kritik und Review

24 Juni 2008

Ich glaube Turn & Taxis ist eines der Brettspiele, welches unter allen Umständen unter das Volk gebracht werden musste. Als das Spiel heraus kam, hatte es für Brettspiele einen normalen Preis von, ich glaube 25€, aber es dauerte nicht lange und der Preis war bei 15€ und überall zu haben. Alle hatten es, und ich auch.

Trotz der Verramschung des Spiels, finde ich, dass der Brettspiele-report diesem Spiel mit der Bewertung unrecht tut. Besonders die Kritik zur fehlenden Interaktion und Kommunikation. Bei unseren Spielerunden haben wir viel geredet und diskutiert, besonders wenn einem die Spielzüge vermasselt wurden weil ein anderer die Karten genommen hat, die man selber brauchte, oder alle Karten ausgetauscht hat, oft auch mit Absicht um den andern am Bau seiner Strecke zu hindern.

Natürlich ist bei dem Spiel einiges an Glück mit dabei, aber ich finde es ist eine gelungende Abwechslung, wenn man mal eine ruhige, und relaxte Brettspiele-Partie spielen möchte. Natürlich kann Turn & Taxis nicht mit Puerto Rico, dem Brettspiele-Klassiker der anspruchsvollen Spiele usw. mithalten, aber muss es auch nicht, wäre auch langweilig! ☺


Das Zeichenspiel, ideal für eine spaßige Runde

20 Juni 2008

Heute stell ich euch mal ein weiteres Spiel vor, welches ideal für eine große Runde geeignet ist. Es ist Lustig interessant und schnell: Das Zeichenspiel.

Ausgangspunkt ist natürlich eine Gruppe von mehreren Leuten. Ihr solltet euch in einen Kreis setzten, so dass jeder jeden sehen kann. Eine Person ist immer in der Mitte. Und schon kann es losgehen.
Das Spiel heißt Zeichenspiel, weil es das Ziel ist, das Zeichen zu fangen ☺! Dazu denkt sich jeder in der Runde ein Zeichen aus, welches er mit seinen Fingern, Händen oder Armen, Kopf, Fuß, etc machen möchte. Wichtig ist nur, dass sie erkennbar sein sollten. Einige Zeichen könnten sein:

  • Ein Vogel zeigen,
  • das Peace-zeichen machen (oder irgendein anderen Zeichen mit den Händen)
  • auf sein Knie mit der Hand klopfen
  • sich irgendwo kratzen
  • sich ans Ohr oder sonst wo hinfassten
  • oder irgendwas anderes, seit einfach kreativ, Hauptsache ein Zeichen, welches die anderen im Kreis als solches identifizieren können.

Nun zeigt reihe um jeder sein Zeichen, welches er sich ausgedacht hat. Wichtig versucht euch so viele Zeichen wie möglich zu merken (plus wer dieses Zeichen hat). Wenn ihr meint einige zu wissen, fängt das Spiel an.

Das Spielprinzip funktioniert so:
Ein Spieler fängt an. Er „hat das Zeichen“ und sucht via Blicke Kontakt zu einem anderen Spieler in der Runde. Nun versucht er diesem „das Zeichen“ zu geben in dem er das Zeichen des anderen Spielers macht. Der andere Spieler macht nun sein Zeichen, und nimmt das Zeichen an. Dann nimmt dieser wieder Kontakt zu einem anderen Spieler auf und macht das Zeichen dieses Spielers, der es mit seinem Zeichen bestätigt. Klinkt kompliziert ist es aber nicht. Ei Beispiel kommt gleich. Wichtig ist, dass es ja einen Spieler in der Mitte gibt. Dessen Ziel ist es herauszufinden beim wem gerade das Zeichen ist, also wer hat das Zeichen angenommen und es noch nicht weitergegeben, wenn er die Person genannt hat oder darauf gezeigt hat bevor dieser es weitergeben konnte, hat der Spieler in der Mitte gewonnen und darf sich setzten, der ertappte Spieler darf in die Mitte.

Ein Beispiel:
Mark ist hat das Zeichen: sich an die Nase fassen
Steffi: das Peace-Zeichen
Dieter: mit der Hand zweimal aufs Knie klopfen.

Mark hat „das Zeichen“. Er will es an Steffi weitergeben, in dem er das Peace-Zeichen. Steffi sieht Mark, wie er ihr Zeichen macht, und bestätigt mit ihrem Zeichen (Peace), so dass Mark es sieht. Nun hat sie „das Zeichen“. Wenn der Spieler in der Mitte jetzt auf sie zeigen würde, hätte er gewonnen. Das will Steffi nicht, also gibt sie „das Zeichen“ weiter an Dieter, in dem sie sein Zeichen macht und mit der Hand zweimal aufs Knie klopft. Dieter sieht das und nimmt „das Zeichen“ an in dem er mit seinem Zeichen (mit der Hand zweimal aufs Knie klopfen)bestätigt. Dieter hat jetzt das Zeichen. USW. WICHTIG: Dies sollte alles so unauffällig wie möglich geschehen, so dass der Spieler in der Mitte keine Ahnung hat wer gerade ein Zeichen macht.

Es macht riesig Spaß und man eine große Gruppe damit unterhalten. Wenn ihr Fragen habt lasst es mich wissen.


Partyspiele: Das Mörderspiel oder Die Werwölfe von Düsterwald

17 Juni 2008

Wie funktioniert diese Partyspiele-Version vom Mörderspiel?

Heute möchte ich euch mal wieder ein Spiel vorstellen, welches sich wunderbar für eine Party eignet, oder wenn man mit sooo vielen Leuten zusammenkommt, und trotzdem noch was Nettes machen möchte.

Ein Klassiker dabei sind die „Werwölfe von Düsterwald“. Aufgebaut ist es nach dem Mörderspielprinzip. Man sitzt mit einer Gruppe im Kreis und versucht herauszufinden, wer die Mörder, bzw. die Werwölfe sind. Platziert wurde das Spielgeschehen in ein Dorf im Düsterwald, wo Werwölfe das Dorf in der Nacht unsicher machen. Jede Nacht stirbt ein Opfer. Die Dorfbewohner müssen am nächsten Tag entscheiden, wer der Schuldige ist unter den Dorfbewohnern und dieser wird dann am ende des Tages getötet, und die Nacht beginnt wieder. Das interessante an diesem Spiel ist aber, dass es neben den Charakteren „Werwölfe“ und Dorfbewohner auch noch andere gibt die dem Spiel ein wenig Pfiff verleihen.

Partyspiele: Werwölfe, die Charaktäre des Mörderspiel:

  • Seherin: Die alte Seherin erwacht in der Nacht alleine und zeigt auf einen Spieler. Der Spielleiter zeigt der Seherin nun die entsprechende Charakter-Karte der Person. Die Seherin weiß dadurch mehr als die übrigen Dorfbewohner
  • Hexe: Die Hexe erwacht immer direkt nachdem die Werwölfe ihr Opfer ausgesucht haben. Sie hat im Verlauf des gesamten Spiels einen Gift- und einen Heiltrank. Der Spielleiter zeigt auf die Person, die von der Werwölfen bestimmt wurde und die Hexe kann diese mit ihrem Heiltrank heilen, so dass es am nächsten Morgen keinen Toten gibt. Sie kann aber auch den Gifttrank auf einen anderen Spieler anwenden; dann gibt es mehrere Tote.
  • Jäger: Scheidet der Jäger aus dem Spiel aus, feuert er in seinem letzten Atemzug noch einen Schuss ab; d.h. er reißt einen Spieler seiner Wahl mit in den Tod.
  • Amor: Amor erwacht nur einmal in der allerersten Nacht, um zwei Spieler seiner Wahl miteinander zu verkuppeln (eventuell auch sich selbst). Danach schläft er wieder ein. Anschließend berührt der Spielleiter die beiden Verliebten an der Schulter, sodass diese kurz erwachen können und wissen, wer der jeweilige Partner ist. Die Verliebten, natürlich auch gleichgeschlechtlich, haben im Laufe des Spiels die Aufgabe, den Partner zu beschützen, denn wenn einer der beiden stirbt, macht es ihm der Partner trauernd nach.
  • Dieb: Der Dieb ist der erste, der im Spiel erwacht. Wird mit Dieb gespielt, werden zwei Karten mehr ausgeteilt. Der Dieb darf diese ansehen und seine Karte gegen eine der beiden übrig gebliebenen Karten austauschen. Er hat ab jetzt also eine neue Rolle. Möchte er nicht tauschen, ist er für den Rest des Spiels einfacher Dorfbewohner.

Achtung: Bleiben am Ende zwei Werwölfe übrig, muss der Dieb seine Karte tauschen, da die Werwölfe sonst im Spiel keine realistische Chance hätten.

  • Mädchen: Das kleine Mädchen darf nachts in der „Werwolf-Phase“ heimlich blinzeln, um so die Werwölfe zu erkennen. Die Werwölfe selbst hingegen, achten natürlich darauf, das Mädchen dabei zu ertappen, es besteht also beim Blinzeln ein gewisses Risiko

Das Spiel fängt an richtig Spaß zu machen, wenn man mindestens 10 Spieler hat. 18 Mitspieler sind ideal für das Spiel. Wenn man mit Erweiterung spielt, können es sogar mehr sein.


Brettspiele: Risiko, Regeln und Spieletipps (2)

13 Juni 2008

Vor einiger Zeit habe ich über einige Unterschiede der verschiedenen Brettspiele-Versionen von Risiko geschrieben und ein paar Aspekte der Brettspiele miteinander verglichen. Nun ist Hasbro so lieb und hat auf der Homepage alle Spielregeln die es seit Beginn von Risiko gibt zum Download bereitgestellt. Also alle die eine neue Version von Risiko haben und den Brettspiele-Klassiker mal nach den ganz alten Regeln spielen will, der ist hier gut bedient.

Spieletipp: Risko-Karten Eintauschen

Neulich als ich Risko spielte, habe ich mich gefragt, wann ist der beste Zeitpunkt seine Karten einzutauschen? Ich denke das hängt davon ab welche Brettspiele-Version man spielt. In der klassischen Regel steigern sich ja die Armeen, die man erhält von Runde zu Runde. Ich würde auf jeden Fall warten, bis man das Maximum an Karten hat (also 5). Wenn man nach den neuen Regeln spielt, und man für Kavalerie, Infanterie einen festen Betrag bekommt, würde ich das von der Situation abhängig machen Wenn man unbedingt ein Kontinent braucht, weil man noch keine hat – zuschlagen. Wenn man schon stark ist würde ich abwarten, was die anderen machen.


Brettspiele: Gebäudegenerator für Puerto Rico

6 Juni 2008

Ich finde es immer gut, wenn man Brettspiele auch noch selber gestalten kann. Den Gebäudegenerator von Puerto Rico möchte ich euch da nicht vorenthalten. Alle Gebäude, die man aus San Juan vermisst, kann man sich hier generieren. So macht das Spielen doch gleich viel mehr Spaß!

Also klickt auf den Link: Gebäudegenerator! Viel Spass beim generieren!:-)


Brettspiele: Puerto Rico zu zweit

5 Juni 2008

Ich habe letztens im Internet nach alternativen Brettspiele-Varianten im Internet gesucht. Ich hoffte, vielleicht irgendwelche Ideen zu bekommen wie man die vorhandenen Brettspiele ein wenig anders spielen könnte. Bei der Eingabe von Brettspiele und Puerto Rico, bin ich dann über Wikipedia, auf die Alea Homepage gestoßen und u.a. auch auf die Seite von Puerto Rico. Was mich wirklich gefreut hat als ich dann die Beschreibung für das „Spiel zu zweit“ gefunden habe.
Ich muss sagen die Lösung ist sehr schön spielbar und ermöglicht mir nun das Spiel auch mit meiner Frau zu Spielen, denn es ist nicht einfach gute Brettspiele zu finden, die auch zu zweit spielbar sind.

Was mir hier besonders aufgefallen ist, dass bei zwei Spielern der zweite Spieler klar im Vorteil ist, wenn er schnell anfängt sein Mais zu produzieren und zu verschiffen. Man kann sich so einen ordentlichen Vorsprung an Siegpunkten sichern

Der Mitspieler kann nur dagegenhalten, in dem so schnell wie Möglich auch anfängt zu produzieren. Indigoküpperei kaufen, mit Kolonisten besetzen und wenn es möglich ist in der Siedlerphase noch ein Indigoplättchen nehmen. Der Vorteil beim Zweierspiel ist, man kann 3 Rollenkarten pro Runde aussuchen, also hat man mehr Einfluss.

Natürlich halte ich euch nicht die Regeln vor. Ladet sie euch hier herunter: Brettspiele Puerto Rico zu zweit spielen


Brettspiele: Spieletipps für Puerto Rico

3 Juni 2008

Brettspiele Puerto Rico, Frontansicht, rivella
Brettspiele sind etwas wundervolles, deswegen schreibe ich heute mal über eines der Brettspiele, die eines meiner Favoriten sind. Das letzte Mal habe ich ein wenig über den kleinen Bruder geschrieben, heute beschäftige ich mich mal mit dem Original: Puerto Rico. Puerto Rico ist eines der Brettspiele, die, als ich sie das erste Mal spielte, mich total begeistert haben. Letztes Jahr zu Weihnachten, als es wieder darum ging den Brettspiele-Vorrat aufzustocken, haben wirr uns endlich Puerto Rico zugelegt.

Wenn man neue Brettspiele sich zulegt ist es immer schwer diese in seinen Freundeskreis einzuführen, besonders, wenn der Anfang nicht so leicht von der Hand geht, wie das bei Puerto Rico leider der Fall ist. Hat man das Spiel aber einmal verstanden, ist es eines der Brettspiele, die man nicht mehr weglegen möchte. Man sollte es am besten gleich zwei Mal hintereinander spielen um richtig gut reinzukommen.

Puerto Rico ist eines der wenigen Brettspiele, bei dem Glück keine Rolle spielt, es ist ein reines Strategiespiel. Der Fortgang des Spiels hängt nur von den Aktionen der Mitspieler ab, also welche Rollen-Karten gewählt werden.

Während ich das Spiel ein paar mal mit meinen Freunden gespielt habe, ist mir aufgefallen, dass wenn man einige gewisse Spieletipps beachtet, wird das Gewinnen viel leichter.:-)

Die Spieletipps

1. Am Anfang sollte man sich überlegen, auf welche Art und Weise man sich seine Siegpukte verdienen möchte. Spezialisiert man sich auf das verschiffen, oder eher auf das Bauen von Gebäuden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Je nach Taktik sollte man also mehr Plantagen und Produktionsgebäude bauen, oder Steinbrüche, damit die Kosten für Gebäude billiger werden.

Brettspiele Puerto Rico, Die Insel

2. Wenn man Startspieler ist sollte man sofort den Baumeister spielen, um sich die Indigoküpperei kaufen zu können. und danach den Bürgermeister um seine Gebäude zu besetzen. Wichtig ist es so schnell die Plantage und Produktionsgebäude zu besetzen, dass in der Aufseherphase man selber produzieren kann. Im schlimmsten Fall ist man als Startspieler in der 2ten Runde auch bereit zu Produzieren, wenn dann noch in der Siedlerphase ein Indigo liegt, welches man nehmen kann, wäre das perfekt. So kann man den Produktionsvorteil derjenigen ausgleichen, die Mais haben, da diese sofort produzieren und verschiffen können

3. Wenn man nicht Start-Spieler ist und dadurch ein Maisfeld am Anfang besitzt, ist es wichtig, schnell Mais zu produzieren und dann in der Kapitänsphase zu verschiffen, so kann man sich einen guten Siegespunkte-Vorsprung erarbeiten. Wichtig ist in der ersten und zweiten Runde vor dem Produzieren, die Felder auszubauen und mit Kolonisten besetzen.