Kartenspiele: San Juan, der kleine Bruder von Puerto Rico

30 Mai 2008

Kartenspiele sind Spiele, die manchmal den Ruf haben nicht so beliebt zu sein, da sie nicht so interessant seien. Kartenspiele können aber auch total spannend und interessant sein, wie im Falle von San Juan, eines der besten Kartenspiele, die ich je gespielt habe (obwohl einige Kartenspiele gleichziehen, wie „ohne Furcht und Adel“).

Kartenspiele-San Juan

Eigentlich wollte ich zuerst einen Post über Puerto Rico schreiben, aber dann dachte ich, dass ich vielleicht lieber mit San Juan anfangen sollte. San Juan ist der kleine Bruder von Puerto Rico, aber dafür nicht minder interessant. Es ist eines der Kartenspiele die von den Regeln her einfach zu Spielen sind, es aber trotzdem in sich haben und man es mit viel Taktik spielen kann.

Auf die einzelnen Regeln möchte ich nicht eingehen. Wer sie trotzdem lesen möchte hier ist der Link: Kartenspiele-Regeln für San Juan.

Im Internet bin ich auf ein paar Spieletipps für San Juan gestoßen, die ich total interessant finde und hier weitergeben möchte.

Spieletipp Nr. 1:

„Bauen Sie möglichst schnell ein zweites Produktionsgebäude. Je teurer, desto besser. Nur so lassen sich zu Beginn die Rollen Aufseher und Händler optimal nutzen.“

Optimal wäre es, wenn man ein Teueres Produktionsgebäude am Anfang auf der Hand hält und (Kaffe oder Tabak) und sie gleich in der ersten Runde mit dem Baumeister bauen kann. Dadurch kommt man schnell die nächsten Runden an Karten, wenn man verkauft.

Spieletipp Nr. 2

„üben Sie mit konstantem Bauen Druck auf die anderen Spieler aus. Behalten Sie möglichst immer auch preiswerte Gebäude auf der Hand. Nichts ist schlimmer als viele teure Gebäude auf der Hand, die Sie sich im entscheidenden Moment aber nicht leisten können.“

Das stimmt, wenn man so gut wie jede Runde baut, und sei’n es auch nicht so wertvolle Gebäude, werden die anderen Mitspieler nervös. Wobei man aufpassen sollte, wenn man schnell baut, dass man ab der Mitte des Spiels, nach 6er Gebäuden und Denkmälern Ausschau hält, sonst kann einem das schnelle bauen zum Verhängnis werden

Wer sich weitere Infos möchte kann sich die Tipps von hier herunterladen:
Kartenspiele- San Juan – Spieletipp.


Auswahl der besten Brettspiele: Nominierung des Spiel des Jahres 2008

27 Mai 2008

Sonntagabend war der Zeitpunkt gekommen und die besten Brettspiele 2008 wurden nominiert. Die Jury des „Spiel des Jahres“ hat um ca. 22 Uhr die Nominierungsliste für die Brettspiele veröffentlicht die möglicherweise im Juni das nächste Spiel des Jahres sein können. Hier die Liste der nominierten Brettspiele, wobei mir keines der Spiele bekannt vorkam:

• Suleika
• Keltis
• Wie verhext
• Blox
• Stone Age

Dieses Jahr hatten die Juroren es besonders schwer passende Brettspiele für die Liste zu nominieren. Ich finde, dass keine der veröffentlichen Spiele, so wirklich herausstechen. Ich denke das macht es umso schwieriger passende Kandidaten für das Spiel des Jahres zu finden. Aber vielleicht gibt einem dann die Liste eine Orientierung, dass der Menge der vielen Brettspiele, die hervorgehoben werden, die vielleicht doch ein wenig interessanter sind.

Neben der Nominierungen gibt es auch noch eine Empfehlungsliste für Brettspiele. Besonders ist mir hier das Spiel Linq aufgefallen. Als ich neulich im Spieleladen meines Vertrauens war, hat mir der Verkäufer dieses Spiel besonders ans Herz gelegt und es hat sich richtig super angehört, da es auch mal eines der Brettspiele ist welches man mit bis zu 8 Leuten spielen kann. Gekauft habe ich es mir noch nicht, Brettspiele kosten nunmal Geld.

Dieses Jahr gab es auch wieder einen Sonderpreis für besonders komplexe Brettspiele. Der Gewinner für den Sonderpreis „komplexes Spiel des Jahres“ ist Agricola. Da ich ein Fan von komplexen Brettspielen bin, werde ich mich mal genauer darüber informieren. Die Ergebnisse werde ich dann natürlich hier veröffentlichen. Das letzte Spiel war jedenfalls sehr gut: Caylus. Macht sehr viel Spaß zu spielen. Der Sonderpreis wurde dieses Jahr übrigens vergeben, damit dem gehobenen Familienspielbereich bis hin zu den ambitionierten Brettspiele-Spielern mehr Beachtung geschenkt wird.

Im Juni wissen wir dann wer das Rennen gemacht hat.


Brettspiele: Risiko, die Unterschiede der verschiedenen Versionen (Teil 1)

21 Mai 2008

Brettspiele - Risiko - Die Spielfiguren der Delux-Version
Ich bin einer, der ältere Geschwister hat, darum habe ich auch früh angefangen mich für Brettspiele zu interessieren. Eines der Brettspiele welches wir zuhause oft gespielt haben war Risiko. Dabei hatten wir noch nicht die Version, die es jetzt gibt mit diesen Figürchen, sondern das ganz alte Klassische Risiko-Brettspiel mit den Steinen als Dreieck (einer Armee), Viereck (fünfer Armee) und ich glaube ein Sechseck (zehner Armee); alles ganz schlicht und einfach.

Ich werde jetzt nicht die Regeln zu Risiko erklären, ich denke die müsste jeder kennen. Im Folgenden werde ich einige Punkte der verschiedenen Varianten der Brettspiele diskutieren. Damit es übersichtlich bleibt, gliedere ich den Post in mehrere Teile auf.

Risiko ist eines der Brettspiele, wenn man mit Freunden zusammenkommt, oder es mit Leuten spielt, mit denen man es noch nie gespielt hat, muss die Frage geklärt werden: Mit welchen Regeln habt ihr immer gespielt, oder welches waren eure Regeln. In der Zeit vom Zeitpunkt wo Risiko auf den Markt kam bis heute, haben sich die Regeln oft geändert.

Truppenbewegung

Bei diesem Punkt gab es bei unserem Letzten Spiel besonders viel Diskussion. Ich habe mit Freunden das erste Mal die Risiko Delux gespielt. Als wir bei der Klärung der Truppenbewegungen ankamen haben wir gemerkt, dass jeder andere Regeln dazu kannte.
• Ich kannte die wohl am einfachsten gestaltete Regel: Am ende des Zuges darf man seine Armeen dahin bewegen wohin man will, Hauptsache die Länder sind miteinander verbunden.
• Ein Freund kannte die Regeln noch aus der Classic-Variante: Es dürfen nur die Armeen umgestellt werden, die während des Zuges nicht am Spiel beteiligt waren. Die Umstellung ist nur von einem benachbarten Land in das andere erlaubt. Die Armeen können in beliebig vielen Ländern gleichzeitig umgestellt werden.
• Dann gab es da noch die Regeln der Delux-Version: Sobald die Befreiungsaktion beendet ist darf man mit seinen Truppen nur eine Bewegung durchführen. Dabei werden die Armeen von einem Land in ein anderes Land verschoben. Diese müssen durch die eigenen Armeen miteinander verbunden sein.

Fazit: Wir haben es erst mit der Classic-Variante versucht, danach die Delux-Variante. Am ende haben wir die Armeen so verschoben wie wir wollten, Hauptsache die Länder waren zusammenhängend. So wie ich es eigentlich immer gespielt habe. Die anderen beiden Regeln sind zwar taktisch ein wenig anspruchsvoller, aber es hat den Aktionsradius der Armeen stark eingeschränkt und dadurch kann das Spiel noch mehr in die Länge gezogen werden, da es noch länger dauert, bis die Armeen da sind wo man sie haben will.

die Risiko-Missionen

Brettspiele Risiko Delux Spielplan
In den Brettspiele-Anfangszeiten von Risiko gab es nur ein Ziel: Die Welt zu erobern. Es war die einzige Möglichkeit, da es noch keine Missionskarten gab, die kamen erst später hinzu. Ich muss sagen, diese ist auch meine Lieblingsvariante. Sie dauert zwar am längsten, aber macht am meisten Spass. Auch wenn es manchmal zu Konflikten zwischen den Mitspielern kommt, und dies manchmal, aber nicht oft in einer „Atombombe“ geendet hat.

In der Risiko-Delux-Version die zurzeit erhältlich ist, gibt es 4 verschiedene Missionskarten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Hauptmann, Major, Oberst und General. Jeder Spieler erhält eine Karte von jeden Grad. Als wir das Brettpiel mit diesen Karten gespielt haben, ging es am Ende trotzdem wieder um die Eroberung der Welt. Man kann zwar die Missionen der ersten beiden Schwierigkeitsstufen einigermaßen leicht erfüllen, aber um die Missionskarte General zu erledigen, muss man am Ende doch wieder die ganze Welt erobern. Das finde ich nicht so gelungen.

Das war der Brettspiele-Bericht über Risiko, demächst folgen weitere. Finden tut ihr sie alle unter den Tags Brettspiele und Risiko.


Partyspiele: Mein rechter rechter Platz ist frei (mal anders)

20 Mai 2008

Diese Partyspiele-Version habe ich vor kurzem auf einem Geburtstag gespielt und nein, es war kein Kindergeburtstag, aber wir haben uns alle super amüsiert. Da diese Partyspiele-Variante wohl nicht so bekannt sein wird, stelle ich sie hier heute mal vor.

Spiele-Anleitung

Im „Mittelpunkt“ (aber innerhalb des Kreises) des Partyspieles steht ein Sofa, auf dem 4 Leute Platz haben können. Wenn ein Sofa nicht zu Verfügung steht, nun dann machen es auch 4 Stühle oder was auch immer, man ist ja kreativ. Es wird nun ein Stuhlkreis oder Sitzkreis incl. Des Sofas gebildet. Die Mitspieler werden nun in 2 Gruppen aufgeteilt und setzen abwechselnd im Kreis plus einem leeren Platz/Stuhl. Soweit noch normal. Das Ziel des Partyspieles ist es, das ein Team es schafft, das Sofa komplett mit ihren Leuten zu besetzten. Dies kann man erreichen mit Hilfe des leeren Stuhls. Die Person, die rechts neben dem Stuhl sitzt kann sich eine Person herbei wünschen. Soweit so gut.

Der Clou an der Sache ist, dass jeder am Anfang des Spiels einen Zettel mit seinem Namen drauf haben sollte. Am besten schauen alle Zettel gleich aus, damit man nicht irgendwie aufgrund des Aussehens des Zettels auf den Name kommen könnte. Jeder hat also den Zettel mit seinen Namen. Wenn man nun sein Platz wechseln muss um sich auf den leeren Platz zu setzen tauscht man seinen Zettel mit der Person die einen herbeigerufen wird. Man ist nun die Person, dessen Name auf dem Zettel steht. Man steht nur auf und wechselt den Platz, wenn der Name auf dem Zettel aufgerufen wird.

BSP: In der ersten Runde ist neben Stefan der rechte Platz frei. Jeder hat noch den Zettel mit seinen Namen in der Hand. Er ruft nun Horst; Horst setzt sich neben ihn und sie tauschen die Zettel. WICHTIG nun heißt Stefan Horst und andersherum. Wenn nun jemand Stefan aufruft, steht nicht Stefan auf, sondern diejenige Person, die den Zettel hat, wo Stefan draufsteht. Jedes Mal wenn sich jemand auf den freien Platz setzt tauscht man die Zettel mit der Person die einen herbeigerufen hat.

Kling ein bisschen verwirrend, ist es aber auch! :-) Und das macht den Spaß dieser Art der Partyspiele aus. Es ist fast unmöglich während des Spiels zu behalten wer wer ist und ist immer wieder überrascht wer bei einem Namen aufsteht. Das Spiel wird übrigens lustiger je später der Abend. Am Ende herrscht ein heilloses Durcheinander

Spieleranzahl: mindestens 10 Leute, so dass man 5 pro Team hat

Spieldauer: zwischen 10 Minuten und 2 Stunden

Spieletipps

Wenn man bei diesem Partyspiele eine Person herbeiruft, sollte man darauf achten, dass der neue freie Platz rechts neben einer Person aus dem eigenen Team ist.

Nicht nur der Platz auf dem Sofa ist wichtig auch der, wenn man davor steht, rechts neben dem Sofa. So hat man mehr Einfluss auf das Geschehen auf dem Sofa.

Wenn ihr noch weitere Arten solcher Partyspiele kennt, schreibt mir einfach.